Was war los

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 VON JEAN-CLAUDE GOLDSCHMID, SN vom 25.11.2015

 

 OSTERFINGEN Bei Aushubarbeiten für eine Islandpony-Rundbahn in Osterfingen stiess die Kantonsarchäologie kürzlich auf keltische Fundstücke aus der Zeit zwischen dem siebten und dem ersten vorchristlichen Jahrhundert, also aus der älteren und der jüngeren Eisenzeit

 

"Ausserordentlich gut erhalten"

"Das wird sicher eine längere Arbeit, die uns auch den Winter durch beschäftigt", zieht der Kantonsarchäologe Markus Höneisen Zwischenbilanz. "Und es kommt einiges mehr zum Vorschein, als man ursprünglich angenommen hat". Die Funde seien auch ausserordentlich gut erhalten.

Gegenwärtig baue man die archäologische Infrastruktur aus und mache sie wintertauglich. Der maschinelle Aushub sei in der Zwischenzeit abgeschlossen. Jetzt gehe es mit Handarbeit weiter.        

 

Zweimal besiedelt

Er rechne damit, dass man noch mehr Siedlungsreste finde, so Höneisen: Pfostenlöcher, vielleicht sogar einen Töpferofen. "Der Ort war mit Sicherheit gleich zweimal im Verlauf der Geschichte als Dorf besiedelt", sagt der Kantonsarchäologe. "Ein erstes Mal in der älteren Eisenzeit."

Danach habe man die Siedlung zwischenzeitlich aufgegeben und später darüber wieder ein neues Dorf abgelegt. Eventuell bestehe auch ein Zusammenhang mit dem frühen Bohnerzabbau in der Gegend und dem unweit gelegenen keltischen Oppidum Altenburg-Rheinau. "Aber das sind alles Hypothesen, denn wir stehen erst am Anfang" sagt Höneisen. Sobald sich weitere Ergebnisse aus den Grabungen ergäben, würde man die Öffentlichkeit wieder informieren.